// Der Petrispark

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Gärten der Partnerstädte auf dem Petrisberg

Zur Landesgartenschau in Trier 2004 präsentierten sich acht Partnerstädte mit je einem eigenen Garten. Angeschlossen sind die Gärten der Region, ein römischer Garten und das Nachbarland Luxemburg mit „Terra Mixta“. All diese Kleinode sind nach wie vor erhalten und bieten auf kurzen Wegen eine Reise über drei Kontinente.

Weimar

Goethes Kräutergarten und ein Abbild seines Gartenhauses in Weimar, das durch starke Sonneneinstrahlung leider immer wieder verblasst, laden zum Lustwandeln ein. Die Beete sind bepflanzt mit zur Goethezeit üblichen Kräuter- und Gemüsepflanzen. Bei der Gestaltung des Gartens wurden historische Materialien und Bauweisen verwendet.

Nagaoka

Urukauen – Oase der Stille, so nennt der japanische Stararchitekt Suzuki Shigeichi den von ihm geschaffenen japanischen Garten. Der Besucher beginnt seine Reise durch die Anlage mit dem Blick in den Zen-Garten. Inseln aus Moos mit mächtigen Steinen in einem Meer aus Kies lassen die Insellandschaft Japans lebendig werden. Der sanft geschwungene Weg zwischen grünen Hügeln erinnert hingegen an die Flusslandschaft des Moseltals.

Ascoli Piceno

Der Garten stellt einen relativ maßstabsgetreuen Grundriss der Stadt Ascoli Piceno dar. Buchshecken repräsentieren die Stadtorganisation mit den einzelnen Stadtbereichen. Bepflanzte Metallobjekte symbolisieren die vielen Stadttürme und greifen die Form des Bogenelements auf – ein charakteristisches Merkmal von Ascoli Piceno. Als Baumaterial wurde Travertin verwendet. Zudem bestimmen typische Pflanzen der Region (Sarococca, Lavandula Rosea) das Gartenbild.

Fort Worth

Der rote Ziegelsteinweg steht für die Hauptstraße (main street) und den Sundance Square der fünftgrößten Stadt in Texas. Er endet an einem kreisförmigen Platz mit einem Stern aus strukturiertem Beton (Texas Star). Eine Bronzeskulptur (Kopf eines Texas-Longhorn-Rindes) zeigt die Bedeutsamkeit dieser Tiere für die traditionelle Rinderzüchterstadt. Ein blaues Staudenband sowie einzelne Gräser und Yucca sind für die texanische Prärie-Szenerie bezeichnend.

Garten der Region

Es werden die Trier umgebenden Regionen Eifel und Hunsrück sowie der für die Landschaft prägende Wein- und Obstanbau gezeigt. Zudem verweisen 18 Stahltafeln auf wichtige Persönlichkeiten, die in der Region Eifel/ Mosel/ Hunsrück geboren wurden bzw. gewirkt haben.

Gloucester

Die britische Partnerstadt ist für ihre Apfel- und Birnengärten bekannt. Der typische Gloucester-Garten zeichnet sich durch folgende Elemente aus: Die Wiese ist das Unterholz aus traditionellen englischen Obstgärten. Geflutete Felder mit aus dem Wasser ragenden Weidenästen sind ein typisches Element im Landschaftsbild. Als Drittes ist die unverwechselbare Form der Weiden durch ihren regelmäßigen Rückschnitt zu nennen.

Herzogenbusch

Während sich in dem einen Teil des Gartens Gruppen von Iris und Gräsern befinden, wurde in der anderen Hälfte ein kleiner Birkenhain mit Heidekrautvariationen angeordnet. Eine niedrige Gabionenmauer aus Schiefergestein markiert die Trennlinie zwischen den beiden Bereichen. Sie erinnert in erster Linie an Überreste der Stadtbefestigung von Herzogenbusch.

Metz

Typische Elemente aus dem Parc de la Seille tauchen hier in Miniatur auf: Diagonal durch den gesamten Garten zieht sich der Hauptweg: Er ist mit landestypischem Jaumont-Pflaster ausgestattet und führt an einem Röhrichtbecken entlang, das die Flusslandschaft der Seille symbolisiert. Zur Mitte des Raums wurde eine Kieswegfläche angelegt. Stauden- und Blumenzwiebelpflanzen präsentieren sich hier in jahreszeitlicher und farblicher Abfolge.

Pula

Der zentrale ellipsenförmige Platz bildet das Herzstück dieses Gartens: Ein prägnantes Sitzpodest zeichnet den Grundriss eines Amphitheaters und lädt den Besucher ein, sich niederzulassen. Direkt dahinter spendet eine immergrüne Eiche ausreichend Schatten. Zu den Seiten befinden sich Beetflächen, die mäandrierend durch Trockenmauern unterteilt werden. Dort sind vor allem trockenverträgliche Arten wie z.B. Lavendel, Rosmarin oder Santolina angepflanzt.

Römischer Garten

Kennzeichnend ist die intendierte, regelmäßige Ordnung dieser Anlage: Die mit Buchs oder anderen immergrünen Gewächsen eingefassten Beete bilden klare architektonische Strukturen. Gestalterische Akzente, die mit Pergolen, Skulpturen und Wasserbecken gesetzt wurden, spiegeln das damalige Repräsentationsbedürfnis der Menschen wider. Darüber hinaus informieren verschiedene Quellen über den Stellenwert dieser Gärten in römischer Zeit.

Terra Mixta

Ziel war es, die vielfältigen Bodenstrukturen Luxemburgs in künstlerischer und abstrakter Form aufzuzeigen. Terra Mixta setzt sich aus vier Teilbereichen zusammen, die jeweils einen ausgewählten Landschaftsbereich mit spezifischen Gesteins- und Pflanzenarten darstellen. Gleichzeitig steht jeder Bereich für eines der vier Ur-Elemente.

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